Auf Japanreisen die traditionelle japanische Bekleidung entdecken

Die typisch japanische Bekleidung wurde mit der Zeit aus dem alltäglichen Leben der Japaner verdrängt, die meisten von ihnen tragen nun westliche Kleidung. Trotzdem ist es nichts Ungewöhnliches auf Japanreisen eine Frau oder Mann in einem typischen Kimono anzutreffen. Ansonsten werden diese Wickel-Obergewänder zu offiziellen Anlässen und zu Festen getragen, oder eben als eine Art Haus-Bekleidung. Ein Kimono wird nach einem Einheitsschnitt gefertigt. Für den richtigen Sitz sorgt die Art, wie man es anzieht. Die prächtigen Stoffe der Damenkimonos werden von der Hand gewebt und dann bemalt oder gefärbt.
Sicherlich wird Ihnen auf Ihren Japanreisen auffallen, dass es für Frauen mehrere verschiedene Kimonos gibt, je nach dem, zu welchem Anlass sie getragen werden. Ein „Furisode“ ist beispielweise ein formelles Kimono mit langen Ärmeln, das traditionell von jungen unverheirateten Frauen zu offiziellen Anlässen angelegt wird. In diesem Fall ist der Stoff bunt und ausgefallen gemustert. Die „Yukata“ sind dagegen leichte Baumwollkimonos, die Männer und Frauen auf Sommerfesten oder im Thermalbad tragen. Formelle Herrenkimonos sind aus schwarzer Seide und sind etwas kürzer als bei einer Frau, was mehr Bewegungsfreiheit bietet. Darüber tragen die Männer eine lange weise Jacke mit aufgesticktem Familienemblem. Falls Sie auf Ihren
Japanreisen eine traditionelle Hochzeit beobachten können, werden Sie sehen, dass der Bräutigam einen formellen schwarzen Kimono trägt und die Braut einen weißen Kimono, so genannten „Shiromuku“ mit einer besonderen Haarpracht. Was Sie wohl eher selten auf Japanreisen zu sehen bekommen, sind Kinder im Kimono. Aber zu offiziellen Anlässen tragen auch Kinder, oft gemietete, Miniaturausführungen von Erwachsenen Kimonos. Als traditionelle Schuhe tragen die Japaner schlappenartige Schuhe aus Leder oder Holz. Die lassen sich beim Betreten eines Hauses leicht aus- und wieder anziehen. (Das Schuhe ausziehen ist unter anderem auch ein wichtiger Brauch in Japan, welches auch Touristen auf Japanreisen beachten müssen.) Damit die Füße des Trägers in den Schuhen nicht schmutzig werden, wurden diese oft erhöht. In dem 17. Jahrhundert trugen die Damen auf dem Hof bis zu 30 cm hohe Plateaus, auf den man kaum noch laufen konnte. Zu diesen Schuhen trägt man „Tabi“-Socken, die sich für den großen Zeh und die restlichen Zehen teilen. Handbemalte Fächer, aus Papier oder Bambus, sind traditionelle Accessoires so wohl von Frauen, als auch Männern. Schön verzierte Kämme und Haarnadeln aus Lack, Elfenbein oder Schildpatt sind für die Damen bestimmt. Als ein kleines Souvenir aus Japanreisen sind sie sehr beliebt.
Neu kosten Kimonos oft Zehntausende Yen, dafür halten sie über Generationen lang, oder werde als Familienerbstücke weiter gegeben. Falls Sie sich aus Japan ein Kimono als Souvenir mitbringen wollen, können die Kosten für Japanreisen ins Unermessliche steigen.